milk.enthusiast
Kann Freundschaft Liebe ersetzen?

Ich steh mal wieder am gleichen Punkt wie ein Semester zuvor. Déjà-vu. Mal wieder hatte ich das Gefühl endlich jemanden gefunden zu haben, war verliebt, habe mich gut gefühlt. Und dann wieder: ein Korb. Nur, dass jetzt Sommer ist und ich nicht heulend im Schnee stehe, sondern heulend auf der Terrasse sitze und die Grillen leise zirpen.

Doch trotz Korb gibt mir die Person zu verstehen, dass sie mich wieder sehen will. Am Wochenende waren wir zusammen auf nem kleinen Open-Air-Festival. Mittwoch soll ich mit der Clique was mit trinken kommen, aber doch bitte bitte kommen…. Das ist verdammt schwer. Denn ich hatte am Wochenende trotz Rückschlag sehr viel Spaß mit der Person, habe sie noch näher kennen gelernt. Es ist nicht leicht so schnell umzuswitchen. Andererseits kann ich die Bitte auch nicht einfach so abschlagen. Bald sind Semesterferien, dann sind wir eh wieder in verschiedenen Städten, jeder in seinem anderen alten Leben zurück.

Mit dem Typen, der mir im Winter den Korb gegeben hat, verstehe ich mich inzwischen wieder super. Leider ist er in eine andere Stadt gezogen. Aber ich würde sagen wir kennen uns in und auswendig und ich möchte ihn nicht missen.

Aber geht sowas auf Dauer? Kann ich das verdrängen und glücklich sein? Froh sein vielleicht einen neuen guten Freund gewonnen zu haben, aber wieder keinen der mich liebt. Seit 6,5 Jahren geht das so. Alle wollen sie mich nur als gute Freundin… stimmt was mit mir nicht? Seh ich nicht hübsch genug aus, bin ich nicht weiblich genug, wirke ich zu kompliziert?

Ich sehe mich ehrlich gesagt schon in einigen Jahren in so einer Trash-TV Show. 40-Jährige Jungfrau sucht „Traumprinz“. Dieser Gedanke kommt mir immer öfter…. Ich will das ändern. Aber krampfhaft suchen bringt nichts, und mit irgend so einem perversen Mega-Aufreisser, der jedes Wochenende ne andere abschleppt, geh ich bestimmt nicht mit.

Warum kanns denn nicht einmal klappen? Andere jammern weil sie 4 Wochen Single sind…. Aber mal ehrlich über 6 Jahre das ist doch nicht normal? Ein Wunder, dass es mir inzwischen schon wie eine Routine vorkommt, dass ich nie den haben kann, für den mein Herz schlägt.

Wahre Liebe existiert wahrscheinlich nur auf dem Mond.

Lieber Deckel, der zu mir gehört… wo verdammt noch mal hast du dich versteckt? Meine besten Jahre sind schon wieder vorbei, die Haut wird schlaff… kannst du nicht doch bald mal vorbei schauen?

7.7.13 23:04


Lebe wohl Zweisamkeit!

Jetzt sitz ich hier und könnte schreien. Eigentlich weiß ich gar nicht was los ist. Wir haben zusammen getanzt, saßen am Lagerfeuer und haben auf einer Dachterrasse unter Sternen gelacht. Wir lernen uns besser kennen, vielleicht aber auch nur du mich. Du erzählst so wenig von dir, dabei würd ich doch gerne alles wissen. Wissen ob du lieber den Geruch von frisch gemähtem Gras oder den Geruch von Schnee magst, ob du morgens Kaffee oder Kakao trinkst und ob du barfuß schläfst.

Ich fühle mich nackt gegenüber dir, frage mich ob es falsch war dir aus meinem Leben zu erzählen. Es tut weh immer nur deine Coolness-Fassade zu Gesicht zu bekommen. Ich würd so gerne dahinter schauen. Aber nach 7 Wochen kämpfen und geduldig sein, werde ich langsam müde. Ich werde traurig. Ich will das nicht. Sondern lieber Sommer und Spaß und Feiern. Das Leben ist so kurz, zu kurz. Das weiß ich, wenn ich beim Autofahren daran denke was wohl passiert wenn ich nur kurz mal das Lenkrad bei voller Fahrt zur Seite reiße. Alles könnte dann anders sein, könnte vorbei sein. Aber ich weiß, dass das dumm ist und versuche dann schnell an etwas anderes zu denken.

Trotzdem will ich hier und jetzt glücklich sein. Ich will küssen und umarmen und dass mir jemand über den Kopf streicht und ganz fest hält. Ich habe Angst wieder verletzt zu werden. Deswegen kann ich wohl nicht ewig warten. Ich weiß, dass es sonst von Tag zu Tag mehr wehtut. Sechs Jahre, vier Körbe. Du könntest der fünfte sein. Immer wieder aufstehen, so tun als wär man glücklich…. Ich glaube nicht, dass es auf dieser Welt so etwas wie wahre Liebe gibt. Ich hab sie nicht kennen gelernt. Ich muss den Weg wohl weiter alleine gehen.

Auch wenn wir vorhin eine Stunde lang geredet haben, konnte ich mich heute irgendwie nicht freuen. Die Angst mich wieder lächerlich zu machen übermannt mich. Und auch wenn du sagst du bist nicht offensiv…. ich bin auch nicht so stark dich über Monate hinweg aus der Reserve zu locken. Ich kann nicht mehr.

Stattdessen sollte ich meine Energie lieber darin investieren glücklich zu sein, alleine. Wie auch immer das geht.
17.6.13 00:12


Heimat - say bye bye

Tschüss Abendsonne.

Tschüss Couch.

Tschüss Fernseher.

Tschüss Auto.

Tschüss Balkon.

Tschüss Redaktion.

Tschüss Aldi.

Tschüss Palme.

Tschüss Gitarre&Cajon.

Tschüss Nougathörnchen.

 

Ich wollte immer weg von hier, ab in die Großstadt, raus aus dem Kaff. Kaum zu glauben, dass ich gerade wirklich traurig bin gehen zu müssen. Ab in die Studentenbude in der bayerischen Kleinstadt. Irgendwie würd ich grad echt viel dafür geben, hier bleiben zu können. Die Praxis lautet: einiges Aufgeben für den Traumjob.

12.4.13 18:01


Dunkelrot und grinsend

Und da laufe ich völlig in Gedanken versunken in Richtung Supermarkt. Und als ich nach vorne schaue, sehe ich ihr grinsendes Gesicht hinter der Windschutzscheibe. Dunkelrote Haare, wie der Teufel, hat sie jetzt. Tränen steigen mir in die Augen. Ich fühle mich schwach und wertlos. Dieses Monster. Sie ist einer der Gründe warum ich jetzt so bin. So kaputt - zerbrechlich und fett. Es war eine scheiß Sekunde, ein Blick. Aber ich kann mich nicht wehren. Dann laufe ich weiter durch den eisigen Wind, blass und ohne Persönlichkeit. Warum gibt es Menschen, die auch noch stolz drauf sind dich verletzt zu haben? Ich finde keine Antwort.

30.3.13 18:11


just read

"Ich tanze Krach. Ich tanze Liebe. Alles geht, und ich bin ein Stück Kunst, ein Ausstellungsstück in Turnschuhen." (Dirk Bernemann)

http://youtu.be/ktCWU6R-CNk

6.3.13 13:15


Oktober --> Februar

Umzug. Wohnen auf einem Berg. Ich wollte offen und beliebt sein. Ein neues Leben. Reden, reden um nicht einsam zu sein, ein Kampf. Wissen, dass er da ist und plötzlich ist alles gut. Ohne ihn falle ich in ein Loch, fühle mich einsam und verletzlich. Nur noch zurück in mein altes Leben. Tränen, Zug hin, Zug her. Schreiben. Endlich. Studieren für den Lebenstraum. Party? Party! Alles perfekt planen von morgens bis abends. Auf einmal in die Rolle der WG-Mutti rutschen. Weiter feiern, Glühwein, küssen. Er schaut zu. Schlittschuhlaufen auf einer seltsamen Plastikplatte, es schneit, Weihnachtslieder dröhnen über den Platz. Meine Mädels. Interview. Reportage. Er kommt zu mir. Noch mehr Glühwein, er erzählt, liegt in meinem Bett, die Zeit steht still. WG-Party, wir teilen uns Bier, Glück im Gesicht.  Unistress. Er meldet sich oft, dann wieder gar nicht. Seine Augen klein wie Stecknadelköpfe, Ignoranz. Sie hat tiefe Wunden an den Handgelenken, ich habe Angst. Halte sie fest, spreche viel mit ihr, muss sie aufhalten. Brötchen backen, kochen, Plätzchen backen. Kalte Muschi und Gangnam-Style bei Kaminfeuer. Weihnachten, Familie, Gans und Schokolade. In Ruhe schwimmend. Mein Zimmer. Neues Jahr. Er küsst meine Freundin. Einreden stark zu sein, um dann festzustellen Hals über Kopf verknallt zu sein. Die Wahrheit, ein Korb, stark bleiben ohne ihn in der Fremde. Den einzig wahren Halt verloren. Lernen, schreiben, redigieren, recherchieren, formatieren. Ohne Mate-Tee und Kaffee keine Chance. Placebo Tag und Nacht. Die WG wird zur Familie. Ein Blick in den Spiegel: Zombie-Ich. Pizza, Nudeln, Eis, Schokolade, Kekse. Prüfungsmisere folgt. Ihn ständig sehen, Haare färben, weiteressen. Semesterferien beginnen. Ich kann auch ohne ihn. Aber wenn er sich meldet, wieder erzählt, ertrinke ich. Mit oder ohne ihn? Beides tut mir nicht gut. Er kann nicht ohne mich. Die Waage zeigt unbekannte Zahlen. How to become beautiful in 8 weeks? Ich stehe völlig neben mir.

17.2.13 23:56


Die Vergangenheit klopft leise an die Tür.

Wir waren früher mal verdammt gut befreundet. Ich war du, du warst ich – vom ersten Wort an warst du mir vertraut. Vielleicht gibt es sowas wie Seelenverwandschaft, dachte ich damals. Es gab keinen Tag an dem wir keinen Kontakt hatten. Du warst wie mein Tagebuch, wusstest alles von mir. Doch irgendwann wurde der Kontakt weniger, du hattest eine Freundin, jetzt studieren wir in verschiedenen Städten. Lange habe ich nichts mehr von dir gehört. Auf die mail im Sommer kam keine Antwort mehr.

Und jetzt schreibst du. Nur drei Worte: „Frohe Weihnachten, Caro.“ Und das nach monatelanger Funkstille. Ich muss zugeben, ich hab gestern auch kurz an dich gedacht. Wir haben uns immer frohe Weihnachten gewunschen. Am 24.12. abends.

Ist unsere Geschichte vielleicht doch noch nicht zu Ende? Kann aus zwei Worten wieder ein Gespräch entstehen?

Ich weiß nicht warum ich das gerade denke, aber: im Gegensatz zu dir, ist der Typ in den ich eigentlich gerade verliebt bin ein ziemlicher Idiot. Alles wirkt belanglos. Dabei empfinde ich doch gar nichts für dich….oder?

http://youtu.be/ioIlbVGO7No 

25.12.12 23:46


Zweimal zuhause und doch rastlos


 

Der Zug rattert zwischen Schneehügeln hindurch. Ich fahre endlich heim, und irgendwie auch nicht. Ich kann gar nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist, wie lange ich meine Freunde nicht gesehen habe. Gestern hat mir mein Kumpel geschrieben: „Caro, komm endlich heim!“ Und er hat verdammt Recht damit. Web 2.0 sei Dank, war es so als wäre er trotzdem die ganze Zeit mit hier gewesen, hat Teil an meinem Alltag gehabt. Aber Lachen kann man am Schönsten ohne Bildschirm und hunderten von Kilometern dazwischen.

Ich will mein Studienleben gerade einfach nur mal 2 Tage vergessen, den Kopf frei bekommen. Zwar habe ich diese Woche auch gefeiert und Spaß gehabt wie schon lange nicht mehr. Ich hab 2 ganze Abende mit IHM verbracht und er hat mir seine halbe Lebensgeschichte erzählt: Da war Nähe. Und jetzt plötzlich redet er wieder nicht mehr mit mir, schenkt mir in der Uni keine Beachtung und antwortet nicht auf Mails. War es zu viel Nähe? Pass ich nicht in sein Leben? Ist ihm die Meinung seines Kumpels wichtiger als seine eigenen Gefühle?

Immer, wenn‘s schön ist,  zieht er sich wieder zurück, lässt mich allein, unwissend wo denn jetzt eigentlich das Problem liegt.

Ich freu mich einfach nur auf mein altes Leben. 2 Tage ohne ihn. 2 Tage mit meinem Kumpel, der einfach immer für mich da ist, 2 Tage Kuscheln mit lieben Menschen. Ich brauche Nähe, Vertrauen, Geborgenheit.

Aber wo ist jetzt daheim? Da wo langjährige Freunde und Familie warten oder da wo der Typ ist, an den ich mein Herz verloren habe?

14.12.12 21:00


Ungewissheit

Jetzt sitz ich hier an meinem Schreibtisch, starre im Sekundentakt auf mein Handy. Dazwischen immer wieder auf facebook. Draußen schneit es und heute hasse ich ihn. Ich habe Angst, du könntest nicht kommen. Gestern hatte ich noch Angst, dass du kommst. Vielleicht sagst du dann, es schneit zu sehr oder du sagst gar nichts und ich warte endlos. Warum sagst du mir nicht einfach wann du kommst. Warum bin ich überhaupt so unter Strom? Warum vertrau ich dir nicht? Und warum gibst du mir ständig das Gefühl, mich immer wieder zu enttäuschen. Mach doch einfach mal das was du sagst. Ich werd noch irre!

10.12.12 17:00


sich wiederfinden

Mein Blog ist tot, mein deviant.art-Account ist tot, aber nein ich bin’s nicht!

So kann’s nicht weitergehen: here I am again.

 

Neue Stadt, neue Leute, die Luft schmeckt anders. Der Besuch beim Bäcker auch: es gibt keine Nougathörnchen hier. Ich studiere, lese, tanze, koche, wasche mich durch mein neues Leben. Am Anfang hatte ich Angst. Jetzt stehe ich langsam wieder auf zwei Beinen. Habe mich gefunden in der Fremde.

Gerade habe ich alte Bilder und Videos angeschaut. Und auf einmal wusste ich wieder, wer ich einmal war. Irgendwie hatte ich Teile von mir wochenlang verdrängt. Jetzt puzzle ich mich neu zusammen. Neben mir stehen Schokoladenkränze mit Zuckerstreuseln. Die hat mir tatsächlich der Nikolaus gebracht. Ich schmecke Kindheit. Halte nach Monaten meine Gitarre wieder im Arm, kuschle mich an sie, das Holz wird warm an meiner Backe. Man kann seine Heimat nicht hinter sich lassen. Noch zwei Wochen, dann bin ich wieder daheim. Das ist dann so, wie zweimal Weihnachten auf einmal.

7.12.12 23:50


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